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Nürburgring: Aprilia führt in der Herstellerwertung
02.09.2013
 

Laverty muss sich nach rot mit Platz 2 zufriedengeben. Rang 4 und 5 für Silvain Guintoli – wichtige Punkte und Platz 2 in der WM.

Aprilia führt in der Herstellerwertung.

Nürburgring, 01. September 2013 – Wegen Öl auf der Strecke mussten beide Läufe zur Superbike-WM 2013 auf dem Nürburgring jeweils in der vorletzten Runde abgebrochen werden. Zuerst war es der geplatzte Motor an der Kawasaki von Federico Sandi, im zweiten Lauf ein Highsider von Smrz, der die Rennleitung zum vorzeitigen Abbruch veranlasste. Während in Lauf 1 die Plätze bereits verteilt waren, wurde in Lauf 2 zu diesem Zeitpunkt noch um die Positionen gekämpft. Zwischen Chaz Davies und Eugene Laverty entbrannte gerade der Kampf um Platz 1. Zwischen Silvain Guintoli und Tom Sykes ging es um Platz 4. Pech für das Aprilia Racing Team und seine Fahrer, dass just in dieser Phase das Rennen abgebrochen wurde.

Guintoli hatte sich zwar während der Superpole schwer getan, doch der Franzose kam in beiden Rennen klasse vom Start weg und konnte sofort einige Positionen gutmachen. Im Rennen setzte sich Silvain dann erfolgreich gegen die Angriffe von Giugliano und Camier zur Wehr. Auf Platz 4 liegend, hatte er das Podium im Visier, als Lauf 1 abgebrochen wurde. Rea und Camier hatten im Michael-Schumacher-S auf der Ölspur von Sandis geplatztem ZX-10R-Motor einen bösen Sturz. Die Rennleitung entschied sofort richtig und brach das Rennen ab. Damit galt die Reihenfolge der letzten Zieldurchfahrt. Rennen 2 folgte, zumindest in der Anfangsphase, einem ähnlichen Drehbuch. Mit sehr gutem Start schloss Guintoli nach ein paar schnellen Turns zur Spitzengruppe auf und heftete sich an Sykes Hinterrad. Gerade als es richtig zur Sache gehen sollte, verabschiedete sich Wildcard-Fahrer Smrz per Highsider eingangs der Mercedes Arena. Seine Maschine, die mitten auf der Ideallinie liegen geblieben war, hatte dazu Öl verloren. Die Rennleitung ging keinerlei Risiko ein und brach das Rennen ab. Das bedeutete Platz 5 für Silvain Guintoli, der jetzt mit einem einzigen Punkt Rückstand hinter Sykes auf Platz 2 in der WM liegt.

Silvain Guintoli: „Es war ein hartes Wochenende auf einer wirklich anstrengenden Strecke. Im ersten Lauf fand ich zunächst keinen rechten Rhythmus. Ich fiel etwas hinter die Spitzengruppe zurück, fuhr quasi alleine und musste mich schließlich noch einigen Angriffen erwehren. Für Lauf 2 hatten wir ein paar Einstellungen an meiner RSV4 verändert, das hat im Rennen sehr gut funktioniert. Ich habe Druck gemacht, um auf Sykes aufzuschließen. Ich wollte ihn in der letzten Runde angreifen, doch leider wurde das Rennen wieder vorzeitig abgebrochen. Ich war froh, dass meine Schulter mitgespielt hat. In beiden Läufen konnte ich bis zum Schluss ohne Probleme hart am Gas bleiben. Nun tut es schon etwas weh, aber solange ich auf der Maschine saß, war alles ok. Jetzt gehe ich mit Platz 2 als Verfolger in die Türkei. Die Strecke mag ich. Ich denke, dass ich genau wie die vier oder fünf anderen konstant schnellen Jungs wieder ein gutes Ergebnis einfahren kann.“

Für Eugene Laverty zeigte sich das Nürburgringwochenende mit Licht und Schatten. Obwohl nur auf Platz 12, legt Laverty in beiden Läufen klasse Starts hin. In Lauf 1 musste Eugene nach einem Sturz in Runde 4 an die Box. Nach schneller Reparatur kämpfte sich der Nordire mit Platz 15 zurück in die Punkte. Im zweiten Rennen zeigte Eugene vom Start weg sein Können. Bereits nach wenigen Runden war er auf Podiumskurs. Zunächst überholte er Sykes, dann Melandri. Anschließend nahm er den in Führung liegenden Chaz Davies ins Visier. Der Angriff war für die letzten Runden geplant. Dann kam vorzeitig die rote Flagge und Laverty musste sich mit Platz 2 zufriedengeben.

Eugene Laverty: „Es ist schon jammerschade, gerade als ich Chaz attackieren wollte, kommt der Rennabbruch. Ich will nicht behaupten, dass ich gewonnen hätte, zumindest hätte ich aber die Möglichkeit gehabt. Mein Sturz in Lauf 1 hat für etwas Durcheinander gesorgt. Ich kämpfe um die Meisterschaft, da kommen solche Fehler teuer zu stehen. Wenn man jedoch von so weit hinten in der Startaufstellung losfahren muss, hat man viel mehr Druck und da kann schnell ein Fehler passieren. Für die verbleibende Saison können wir uns definitiv keine weiteren Ausrutscher mehr erlauben. Alle sagen zwar, dass wir nicht allzu viel Boden auf die Führenden in der Meisterschaft verloren haben, aber wir haben jetzt hart zu kämpfen.

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