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Laguna Seca-Aprilia führt weiterhin die Herstellerwertung an
01.10.2013

SUPERBIKE WELTMEISTERSCHAFT – LAGUNA SECA / USA

30.09.2013 - EUGENE LAVERTY NACH PODIUM UND SIEG JETZT PLATZ 2 IN DER SBK-FAHRER-WM. GUINTOLI AUF POLE – IM RENNEN ZWEIMAL PLATZ 5. APRILIA FÜHRT WEITER DIE HERSTELLERWERTUNG AN.

Laguna Seca, 28. und 29. September 2013 – bereits am Samstag nach der Super Pole traten die Teams in Laguna Seca zum ersten Rennen an. Erstmals in diesem Jahr markierte Sylvain Guintoli die schnellste Zeit in der Superpole. Laverty stand nach harmlosem Crash auf Platz 3 und damit ebenfalls in der ersten Reihe.

Guintoli übernahm im ersten Heat sofort die Führung. Bereits nach wenigen Runden hatte er einen kleinen Vorsprung herausgefahren. In Runde 7 wurde das Rennen nach einem Sturz von Wild Card Pilot Danny Eslick und defektem Air Fence zum ersten Mal abgebrochen. Nach dem Re-Start ging Guintoli sofort wieder in Führung. Laverty folgte auf Podiumskurs. In Runde 8 stürzte Wild Card Pilot Roger Hayden. Wieder musste der Lauf wegen eines defekten Air Fence mit Rot abgebrochen werden. Bis dahin hatte Silvain das Rennen angeführt. So ging es zum dritten Mal für die Fahrer in die Startaufstellung. Diesmal lief der Start für Guintoli nicht optimal. Auf der schmalen Strecke von Laguna Seca, die den Fahrern das Überholen sehr schwierig macht, kam Sylvain nach den verbliebenen 12 Runden enttäuscht als Fünfter ins Ziel. Für Laverty lief es deutlich besser. In der letzten Runde gelang es dem schnellen Nordiren mit einem gekonnten Manöver in der Corkscrew der Sprung aufs Podium.

Mit Spannung erwartete das Team das zweite Rennen auf der nur 3,610 Kilometer langen Strecke. Laverty setzte sich zunächst an die Spitze. Ab Runde 4 übernahm Sykes die Führungsarbeit. Hinter Eugene stürmte der entfesselt fahrende Giugliano auf der Kunden RSV4 heran und übernahm Platz 2 vor der Werks-Aprilia. Ohne unnötige Risiken einzugehen, blieb Laverty den beiden bis vier Runden vor Schluss auf den Fersen. In der 23. Runde zog er an Giugliano, zwei Runden später auch an Sykes vorbei. Mit seinem siebten Sieg in dieser Saison und weiteren 25 Punkten konnte Eugene Laverty den Vorsprung auf den WM-Führenden Sykes auf 23 Punkte verkürzen. Eugene liegt nun auf Platz 2 der Superbike Weltmeisterschaft.

Für Pole Setter Sylvain Guintoli, erwies sich der zweite Lauf als schwierig. Nachdem der Start nicht so ganz perfekt gelaufen war, wurde der Franzose von den Italienern Melandri und Giugliano attackiert. Auf Platz 5 liegend konnte Sylvain die Pace der Spitzengruppe nicht ganz mithalten, wurde gegen Rennende zwar wieder deutlich schneller, kam aber auch im zweiten Lauf nicht über Platz 5 hinaus. Sylvain liegt nun mit einem Punkt Abstand hinter Laverty auf Platz 3 in der Gesamtwertung. Mit etwas Glück ist ein Sieg in der Meisterschaft für den sympathischen Franzosen dennoch möglich.

Davide Giugliano gab auf der privaten RSV4 des Althea Racing Teams eine starke Vorstellung und festigte mit Platz 2 Aprilias Führung in der Herstellerwertung. 45 Punkte Vorsprung hat Aprilia jetzt vor Kawasaki, 70 vor BMW, 235 vor Honda, 248 vor Suzuki und 308 Punkte vor Ducati. Mit Magny Cours am 6. Oktober und Jerez am 20. Oktober stehen die beiden letzten Rennen der Superbike WM 2013 an.

Eugene Laverty: „Das war alles andere als ein leichtes Rennen. Gestern musste ich mich richtig anstrengen, um an der Spitze dranzubleiben. Um aufs Podest zu kommen, hatte ich in der letzten Runde noch zwei riskante Überholmanöver. Ich bedanke mich bei meinem Team. Wir haben viel an der Maschine gearbeitet und einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Trotz der Probleme mit dem Grip konnte ich spannende Rennen zeigen und von der ersten bis zur letzten Runde Druck machen. Davide (Giugliano) und Tom (Sykes) haben mir den Sieg nicht geschenkt. Mit diesem Ergebnis, das mich jetzt auf Platz 2 in der Fahrerweltmeisterschaft gebracht hat, konnte ich nicht unbedingt rechnen. Jetzt stehen noch zwei Rennen auf sehr unterschiedlichen Strecken aus. In Magny Cours habe ich mich letztes Jahr schwer getan, aber meine RSV4 ist deutlich besser geworden, das könnte die Sache diesmal ändern. Jerez ist unsere Teststrecke, vielleicht bringt das Vorteile. Egal – ich muss an beiden Rennwochenenden 100% geben. Meinen heutigen Sieg widme meinem Ingenieur Marco Bertolatti, der vor wenigen Stunden Vater geworden ist.“

Sylvain Guintoli: „Ganz ehrlich, ich bin von Lauf 2 total enttäuscht. Ich hatte deutlich mehr erwartet. Der Start war eigentlich ganz ok. Ich dachte, ich könnte an Tom und Eugene vorbeiziehen, doch stattdessen attackierten mich Melandri und Giugliano. So fiel ich hinter die Spitzengruppe zurück. Das Tempo war hoch und wenn du ein paar Meter verloren hast, ist es meist schwer, die Lücke wieder zu schließen. Wenn ich mitten im Pulk fahre kann ich den Speed nicht halten. Dann bin ich langsamer, als wenn ich allein fahre. Wir haben am Setup keine Änderungen gemacht, das Problem liegt also an mir, daran muss ich arbeiten. In ein paar Tagen sind wir in Magny Cours - das ist mein Heimrennen. Ich hoffe, dass ich dort richtig viele Punkte holen werde“.

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